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Richtig lüften und heizen

Wie kommt es zu Feuchteschäden?

Durchfeuchtete Zimmerdecken, Fenster, an denen sich Kondenswasser bildet, schwarze Flecken am Silikon der Fensterbänke, nasse Fensterlaibungen, ja sogar hinter Möbeln und im Fußbodenbereich ist Feuchtigkeit:

Je wärmer die Raumluft ist, umso mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen.

Wird warme Luft aus beheizten Räumen mit relativ hohem Feuchtegehalt durch die geöffnete Tür in einen kalten Raum geleitet, erwärmt sich zwar der Raum, jedoch nicht die Wände. Der Wasserdampf aus der Luft kondensiert an dem kalten Bauwerk oder an den Möbeln.

Durch ein angekipptes Fenster kühlt das Bauwerk zusätzlich aus. Die Gefahr der Kondenswasserbildung an den Wänden erhöht sich somit noch mehr. 

Wo kommt die Feuchtigkeit her?

Ein normal arbeitender Mensch atmet pro Stunde bis zu 100 g Wasserdampf aus. Durch Kochen, Duschen, Waschen und Blumengießen wird zusätzlich Wasserdampf produziert.

In den Nachtstunden entsteht durch die Atmung ebenfalls Wasser. Ein Teil des Wasserdampfes wird in der Luft gespeichert, der andere Teil schlägt sich an den Wänden, Fenstern, Möbeln und Fußböden nieder.

Warum "schwitzen" Fenster?

Die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit ist als Wasserdampf vorhanden, wobei kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann als warme Luft. In der Umgebung einer kalten Oberfläche kühlt die Luft so weit ab, dass sie nur noch einen Teil als Wasserdampf aufnehmen kann. Der Rest kondensiert auf den kalten Oberflächen.

Was heißt "richtig lüften"?

Durch das Lüften soll erreicht werden, dass ein Austausch der feuchtigkeitsbeladenen Luft erfolgt. Das Lüften ist besonders wirkungsvoll, wenn der Luftaustausch durch Querlüftung - also Durchzug - erfolgt, das geht am schnellsten. In der Regel ist die Raumluft in ca. 5 bis 10 Minuten ausgetauscht.

Eine der Jahreszeit angepasste Lüftungsdauer ist sinnvoll: Bei niedrigen Außentemperaturen im Winter tauscht sich die Luft im Raum schneller aus als im Sommer, wenn es draußen wärmer ist.

Was heißt "richtig heizen"?

Neben dem Lüften kann durch richtiges Heizen Einfluss auf ein angenehmes Wohnklima genommen werden.

Die Empfindungs- oder Behaglichkeitstemperatur setzt sich aus der (messbaren) Lufttemperatur und der Temperatur der umgebenden Wand-, Decken- und Bodenflächen zusammen. Ein Raum wird als behaglich empfunden, wenn die Temperaturdifferenz zwischen der Luft und den Wandoberflächen weniger als 4 °C beträgt.

Für ein angenehmes Raumklima sollte in der kalten Jahreszeit die Raumtemperatur nicht unter 15 °C bis 17 °C absinken. Das gilt auch für Räume, die nicht ständig genutzt werden. Nur so ist es möglich, dass die Wände der Räume Wärme speichern können.

Kurzzeitiges Anheizen der Räume, z. B. nach Feierabend, wie es leider oft praktiziert wird, erwärmt zwar die Raumluft, aber nicht die tagsüber ausgekühlten Wände und Möbel. In der Folge beginnen diese zu "schwitzen". Das ist vergleichbar mit dem Beschlagen der Windschutzscheibe nach dem Einsteigen ins Auto in der kalten Jahreszeit.

Steigen die Heizkosten aber nicht ins Unermessliche, wenn die gesamte Wohnung rund um die Uhr beheizt wird?

Nein. Es ist erwiesen, dass jemand, der seine Wohnung den ganzen Tag gleichmäßig beheizt, weniger Heizkosten bezahlt als jemand, der seine Heizung bei Abwesenheit ständig abstellt.

Außerdem wirkt sich Energie sparend aus, wenn die Heizkörper nicht mit Möbeln verbaut sind (mindestens 30 cm Abstand) und Gardinen nicht über Thermostatventilen hängen.

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