Aktuelle Maßnahmen der Bundesregierung

Kredit und Versicherung
Das Gesetz sieht hier einen dreimonatigen Zahlungsaufschub vor, für Verbraucherdarlehen, die vor dem 15. März 2020 aufgenommen und für Versicherungen, die vor dem 8. März abgeschlossen wurden.
Setzen Sie sich dazu unbedingt mit Ihrer Bank bzw. Versicherung in Verbindung und klären Sie das weitere Vorgehen.

Miete
Hier sieht das Gesetz eine Einschränkung des Kündigungsrechts der Vermieter*in vor. Mietschulden die allein aufgrund der COVID-19-Pandemie im Zeitraum zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 entstehen, berechtigen nicht zur Kündigung des Mietverhältnisses. Sollten Sie von diesem Recht Gebrauch machen wollen, setzen Sie sich umgehend mit Ihrem Vermieterin in Verbindung.

Strom, Gas, Wasser, Telefon/Internet
Das Gesetz sieht in diesen Fällen für alle Verträge, die vor dem 8. März 2020 abgeschlossen wurden, ein befristetes Leistungsverweigerungsrecht vor. Auch hier ist es unabdingbar, dass Sie sich mit Ihren Vertragspartnern in Verbindung setzen und glaubhaft machen, dass Ihnen die Erfüllung Ihrer
Zahlungsverpflichtung nicht möglich ist.

Achtung!
Für alle diese Maßnahmen gilt: Stellen Sie die Zahlungen nicht einfach kommentarlos ein! Ansonsten droht die Kündigung des jeweiligen Vertrages.

Außerdem: Zahlungen, die Sie jetzt nicht leisten können, müssen später nachgeholt werden. Darüber hinaus müssen Sie glaubhaft machen, dass ein Zahlungsausfall Ihrerseits auf die COVID-19-Pandemie  zurück-zuführen ist.
Entsprechende Formulierungen und Nachweisbeispiele finden Sie auch in dem folgenden
Musterbrief (zur Ausübung ihres Leistungsverweigerungsrechts aufgrund von COVID-19) von der Verbraucherzentrale.